Brasilien-Cooperative-Haltern e.V.
Brasilien-Cooperative-Haltern e.V.

Gestern, am 13. September wurden in Brasilien 415 Corona-Tote registriert. Die Zahl der Neu-Infektionen stieg am selben Tag auf über 14.700 an. Uruguay komt vergleichsweise sehr gut durch die Krise. Auch wenn beide Länder von der Größe und Bevölkerung her kaum unterschiedlicher sein können, so gibt es dennoch interessante Parameter, die erklären warum Uruguay vergleichsweise gut durch die Krise kommt. Es gibt dort fast keine Elendsviertel, die Einkommmensunterschiede sind sehr gering und das Gesundheitssystem ist extrem gut ausgebaut. https://www.tagesschau.de/ausland/uruguay-coronakrise-pandemie-101.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE  

 

Im April hatte die Halterner Brasilien Cooperative ihre Hilfsaktion Cesta Básica mit Basispaketen für die Favela Novos Alagados begonnen. In der vergangenen Woche wurde einer erneute Verteilaktion gestartet.

„Für viele Familien war und ist diese Hilfe überlebenswichtig. Es ist schockierend zu sehen, dass die Armen keinerlei Rücklagen haben. Deshalb trifft sie die Pandemie und der damit verbundene Lockdown besonders hart. Es gab zwar staatliche Hilfen in Höhe von 600 Reais (etwa 100 Euro), die drei Monate lang von Mai bis Juli gewährt wurden. Aber viele sind an der Bürokratie gescheitert und haben von diesem Geld nichts gesehen“, schreibt Bernd Kemper von der Cooperative. „Die Menschen sind unglaublich dankbar für unsere Unterstützung. Die Verteilung wird von unseren Projektpartnern von Emaús und den Mitarbeitern ihrer sozialen Einrichtungen organisiert.“

 

Zahl der Corona-Infizierten steigt ungebremst

In persönlichen Begegnungen erzählen die Menschen den Helfern ergreifende Geschichten. Weiter zum Artikel ...... 

Anzahl positiv getesteter Coronafälle in Brasilien

Aktuelles zur Corona-Krise:

 

In Brasilien sind es Stand 08.08.20 mittlerweile kumuliert über 3 Mio. Menschen, die sich mit Corona infiziert haben, über 100.000 Menschen sind laut offizieller Statistik an Covid-19 gestorben.

 

Die höchste Sterblichkeitsrate weisen die Bundes-staaten im Norden (66,9 je 100.000 Einwohner) und im Nordosten (53,6 je 100.000 Einwohner) auf. Das heißt, es sterben dort am meisten Menschen, wo die Gesundheitsversorgung am schlechtesten ist. 

 

Es gibt staatliche Hilfen, zum Beispiel stehen bedürftigen Familien 600 Reais im Monat zu, das sind ca. 100 Euro, die zunächst befristet bis August von der Banco do Brasil oder der Caixa Econimca ausgezahlt werden. Die Bewohner in den Favelas scheitern aber oft an bürokratischen Hürden. So dürfen bspw. die Steuernummern nicht abgelaufen sein, Arbeitslosigkeit muss nachgewiesen werden, und anderes mehr. Es ist schwer zu sagen, wieviele Menschen es tatsächlich schaffen, diese Mittel zu bekommen. Vermutlich sind es weniger als die Hälfte.

 

Unsere Hilfskampagne in der Favela Novos Alagados läuft weiter, mehr Infos hierzu hier ....... 

Artikel von Bernardo Rosemeyer (O Pequeno Nazareno), den er am 4.08. für die Münsterländische Zeitung geschrieben hat
Bernardo Rosemeyer.pdf
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Frei Betto, Dominikanerpater und einer der wichtigsten Befreiungstheologen Lateinamerikas, hat die Politik Bolsonaros in einem offenen Brief vom 17. Juli scharf kritisiert. Dieser Brief liegt nun in einer übersetzten Form von Frau Dr. Meurer vor. 

Liebe Freunde und Freundinnen: In Brasilien ereignet sich ein Genozid, ein Völkermord! Jetzt, da ich Ihnen schreibe, am 16. Juli, hat das Covid-19 seit Februar dieses Jahres schon 76.000 Personen getötet. Fast 2 Millionen sind infiziert. Bis Sonntag, den 19. Juli, werden wir 80.000 Todesopfer beklagen. Es ist möglich, dass es, wenn Sie den dramatischen Appell lesen, schon 100.000 sind. Hier weiter .......

Auf einer öffentlich gewordenen Kabinettssitzung hat Umweltminister Salles angeregt, die Zeit der Corona-Pandemie zu nutzen, um Umweltauflagen in Amazonien zugunsten von Bergbau und Landwirtschaft zu lockern. Und mit dieser Regierung, die die größte Wirtschaftsmacht der Mercosurstaaten repräsentiert, möchte die EU auch noch ein Handelsabkommen abschließen! Und dabei geht es nicht nur um die Umwelt, sondern auch um die indigene Bevölkerung, die sich aus Angst vor dem Virus immer tiefer in den Regenwald zurückzieht. 

 

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/die-welt-schaut-weg-–-und-brasilien-holzt-ab/ar-BB15dHgi?ocid=spartandhp

Von der Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen gibt es eine Petition, in der an unseren Außenminister Heiko Maas apelliert wird, diese menschenverachtende Politik nicht zu unterstützen und das Mercosur-Handelsabkommen erst dann zu unterzeichnen, wenn indigene Rechte und Umweltschutz respektiert werden: https://www.gfbv.de/de/aktiv-werden/kampagnen-petitionen/durch-corona-noch-mehr-gefaehrdet-brasiliens-indigene-voelker-brauchen-uns-jetzt/

 

Unsere Hilfsaktion Cesta Báscia läuft nicht nur weiter, unsere Projektpartner helfen mittlerweile auch in anderen Favelas mit Lebensmittel- und Hygienepaketen, um die schlimmste Not zu lindern. Hier geht's weiter ....

Von unserem Projektpartner Bernardo Rosemeyer (O Pequeno Nazareno), der in Fortaleza, Recife und Manaus tätig ist, erreichte uns kürzlich dieser Brief mit erschreckenden Nachrichten:

Brief Bernardo Mai 2020.pdf
PDF-Dokument [62.5 KB]

Ende Februar hatten wir unsere letzte Jahreshauptversammlung, bei der auch Walter Ulbrich, der Gründer der Puchheimer Brasiliengruppe Campo Limpo zu Gast war. Mit dieser Gruppe gibt es gleich mehrere Gemeinsam-keiten, unter anderem auch schon seit vielen Jahren in der Projektarbeit vor Ort. Es war ein sehr produktives Treffen und es kamen viele neue Ideen für unsere Arbeit in 2020 auf.

 + + + + + + Aktualisierte Infos zu den Projekten + + + + + + + + 

Nach unserer JHV haben wir es endlich auch wieder geschafft, die Informationen über unsere Projekte zu aktualisieren:

Emaús Novos Alagados

Nicht alles, was die Ober- und Mittelschicht wegwirft, ist wirklich Müll. Viele Dinge lassen sich reparieren und recyceln. Genau hier setzt Emaús an: Viele brauchbare Dinge wie Kleidung, Möbel, Haushaltswaren und Elektro-geräte werden in eigenen Werkstätten repariert bzw. instand gesetzt und als Secondhand-Waren in der Favela verkauft. Bitte hier weiterlesen ..........

 

Zudem gibt es einen neuen Flyer (siehe nachfolgende pdf-Datei)

Jugendzentrum Cluberê

Seit dem Jahre 2011 fördern wir das Jugendzentrum Cluberê in Novos Alagados. Hier werden Sport-, Tanz-, Musik- und Capoeira-Unter-richt angeboten. Außerdem gibt es eine Hausaufgaben-betreuung und Nachhilfeunter-richt. In der Favela sind oft beide Elternteile darauf ange-wiesen, den Familienunterhalt zusammen zu bekommen. Deshalb ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen sich auch außerhalb der Schulzeit sinnvoll und kreativ zu beschäftigen. Hier weiter lesen .....

Strassenkinder Pequeno Nazareno 

Bernardo Rosemeyer setzt sich seit über 35 Jahren für Strassenkinder in Brasilien ein. Sein Ansatz geht weit über die urspüngliche Arbeit in den drei Kinderdörfern hinaus: mit seinem Team hilft er nicht nur Strassenkindern, sondern auch vielen sozial benachteiligten Familien. Ab April 2020 beginnt nun ein neuer Abschnitt für den Pequeno Nazareno: in einer Favela nahe des Hafens von Fortaleza wird ein neues Projekt in Angriff genommen. Hier geht's weiter...........

 

 

Flyer-Emaús.pdf
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