Brasilien-Cooperative-Haltern e.V.
Brasilien-Cooperative-Haltern e.V.
Anzahl positiv getesteter Coronafälle in Brasilien

Aktuelles zur Corona-Krise:

 

Inzwischen führt Brasilien die weltweite Statistik der Länder mit den täglichen Todesfällen an; am 3. Juli starben nach offizieller Statistik 1.277 Menschen an Covid-19. Nur die Zahl der Neuinfektionen ist in den USA höher; ein trauriger Rekord für Brasilien, der vor allem den Gesundheitssektor schlecht aussehen lässt. Aber das ist nichts Neues. Es sterben vor allem die Menschen in den Favelas, wo es nur völlig unzureichend ausgestattete Gesundheitsstationen gibt. 

 

Und Bolsonaro? Der wurde kürzlich per Gericht gezwungen, in der Öffentlichkeit eine Maske zu tragen. Covid 19 ist für ihn eine kleine Grippe, die ihm als Athlet nichts anhaben könne, so seine Aussage.

 

Auf einer öffentlich gewordenen Kabinettssitzung hat Umweltminister Salles angeregt, die Zeit der Corona-Pandemie zu nutzen, um Umweltauflagen in Amazonien zugunsten von Bergbau und Landwirtschaft zu lockern. Und mit dieser Regierung, die die größte Wirtschaftsmacht der Mercosurstaaten repräsentiert, möchte die EU auch noch ein Handelsabkommen abschließen! Und dabei geht es nicht nur um die Umwelt, sondern auch um die indigene Bevölkerung, die sich aus Angst vor dem Virus immer tiefer in den Regenwald zurückzieht. 

 

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/die-welt-schaut-weg-–-und-brasilien-holzt-ab/ar-BB15dHgi?ocid=spartandhp

Von der Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen gibt es eine Petition, in der an unseren Außenminister Heiko Maas apelliert wird, diese menschenverachtende Politik nicht zu unterstützen und das Mercosur-Handelsabkommen erst dann zu unterzeichnen, wenn indigene Rechte und Umweltschutz respektiert werden: https://www.gfbv.de/de/aktiv-werden/kampagnen-petitionen/durch-corona-noch-mehr-gefaehrdet-brasiliens-indigene-voelker-brauchen-uns-jetzt/

 

Unsere Hilfsaktion Cesta Báscia läuft nicht nur weiter, unsere Projektpartner helfen mittlerweile auch in anderen Favelas mit Lebensmittel- und Hygienepaketen, um die schlimmste Not zu lindern. Hier geht's weiter ....

Von unserem Projektpartner Bernardo Rosemeyer (O Pequeno Nazareno), der in Fortaleza, Recife und Manaus tätig ist, erreichte uns kürzlich dieser Brief mit erschreckenden Nachrichten:

Brief Bernardo Mai 2020.pdf
PDF-Dokument [62.5 KB]

Ende Februar hatten wir unsere letzte Jahreshauptversammlung, bei der auch Walter Ulbrich, der Gründer der Puchheimer Brasiliengruppe Campo Limpo zu Gast war. Mit dieser Gruppe gibt es gleich mehrere Gemeinsam-keiten, unter anderem auch schon seit vielen Jahren in der Projektarbeit vor Ort. Es war ein sehr produktives Treffen und es kamen viele neue Ideen für unsere Arbeit in 2020 auf.

 + + + + + + Aktualisierte Infos zu den Projekten + + + + + + + + 

Nach unserer JHV haben wir es endlich auch wieder geschafft, die Informationen über unsere Projekte zu aktualisieren:

Emaús Novos Alagados

Nicht alles, was die Ober- und Mittelschicht wegwirft, ist wirklich Müll. Viele Dinge lassen sich reparieren und recyceln. Genau hier setzt Emaús an: Viele brauchbare Dinge wie Kleidung, Möbel, Haushaltswaren und Elektro-geräte werden in eigenen Werkstätten repariert bzw. instand gesetzt und als Secondhand-Waren in der Favela verkauft. Bitte hier weiterlesen ..........

 

Zudem gibt es einen neuen Flyer (siehe nachfolgende pdf-Datei)

Jugendzentrum Cluberê

Seit dem Jahre 2011 fördern wir das Jugendzentrum Cluberê in Novos Alagados. Hier werden Sport-, Tanz-, Musik- und Capoeira-Unter-richt angeboten. Außerdem gibt es eine Hausaufgaben-betreuung und Nachhilfeunter-richt. In der Favela sind oft beide Elternteile darauf ange-wiesen, den Familienunterhalt zusammen zu bekommen. Deshalb ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen sich auch außerhalb der Schulzeit sinnvoll und kreativ zu beschäftigen. Hier weiter lesen .....

Strassenkinder Pequeno Nazareno 

Bernardo Rosemeyer setzt sich seit über 35 Jahren für Strassenkinder in Brasilien ein. Sein Ansatz geht weit über die urspüngliche Arbeit in den drei Kinderdörfern hinaus: mit seinem Team hilft er nicht nur Strassenkindern, sondern auch vielen sozial benachteiligten Familien. Ab April 2020 beginnt nun ein neuer Abschnitt für den Pequeno Nazareno: in einer Favela nahe des Hafens von Fortaleza wird ein neues Projekt in Angriff genommen. Hier geht's weiter...........

 

 

Flyer-Emaús.pdf
PDF-Dokument [3.5 MB]

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