Brasilien-Cooperative-Haltern e.V.
Brasilien-Cooperative-Haltern e.V.

Willkommen auf der website der Brasilien-Cooperative

Seit etwa 40 Jahren engagieren wir uns für Brasilien und fördern soziale Projekte vor allem im Nordosten des Landes. Brasilien ist eines der am schlimmsten betroffenen Länder von der Corona-Pandemie. Deshalb konzentriert sich unsere Hilfe im Moment darauf, den Ärmsten der Armen in den Falevas von Salvador mit Lebensmittel- und Hygienepaketen zu helfen. Eine Chronologie dieser Hilfe findet ihr hier ......

20.06.2021

27.03.2021

Gestern gab es in Brasilien mehr als 3.650 Corona-Tote an einem Tag, insgesamt sind dort bereits über 300.000 Menschen an Covid verstorben. Ein neuer trauriger Rekord. Virologen warnen, dass die Zahlen dramatisch ansteigen werden. Zum einen ist das Gesundheitssystem in vielen Städten bereits kollabiert; es fehlt an Betten, Beatmungsgeräten und Sauerstoff. Des Weiteren sorgt die erstmals in Manaus aufgetauchte Virus-Variante P1, die deutlich ansteckender ist, für eine beschleunigte Verbreitung im ganzen Land. Inzwischen sind etwa 40% aller Neuinfektionen in Brasilien auf diese Mutation zurückzuführen, wobei jetzt vor allem die 30- bis 50- Jährigen erkranken. Hinzu kommt, dass Corona sich insbesondere dort, wo Familien auf engstem Raum zusammenleben und keinen Abstand halten können, ideal ausbreiten kann, nämlich in den Favelas. 

Die Regierung versagt auf ganzer Linie. Vor wenigen Tagen trat Pazuello, bereits der dritte Gesundheitsminister seit Amtsantritt von Bolsonaro, von seinem Posten zurück, weil er fürchtet wegen Fehler angeklagt zu werden. Der Präsident verharmlost die Pandemie noch immer und geht sogar rechtlich gegen Ministerpräsidenten vor, die in ihren Hauptstädten einen lockdown verordnen, um die Katastrophe in den Griff zu bekommen. Im Dezember hatte er das Angebot von Pfizer ausgeschlagen, 70 Millionen Impfdosen zu kaufen. Jetzt kommen die Impfungen auch deshalb nur schleppend voran, weil es an Impfstoff mangelt. Bisher haben 7% aller Brasilianer die erste Impfung erhalten und nur 2,2% die zweite.

Nach zähen Verhandlungen hat sich die Regierung jetzt dazu durchgerungen, ab April wieder einen sogenannten "auxílio emergencial" zu zahlen, allerdings im Vergleich zum letzten Jahr deutlich reduziert. Pro Monat soll umgerechnet zwischen 25 und 60 Euro gezahlt werden, das Maximum je Familie soll bei 85 Euro liegen. Das reicht bei vielen gerade einmal, um ihre Mieten zu bezahlen. Das Lateinamerika-Portal "Amerika 21" berichtete kürzlich: 13 Millionen Brasilianer leiden Hunger, 14 Millionen sind arbeitslos, die Anzahl der informell Beschäftigten ist auf fast 50 Prozent aller Erwerbstätigen gestiegen.

Die Pandemie verschlimmert die Armut

Die companheiros von Emaús helfen, wo sie können und wo die Not am größten ist

Auch bei unseren Projektpartnern von Emaús in Salvador gibt es inzwischen die ersten Fälle von Corona, in einer der Familien ist der Vater einer Mitarbeiterin schwer erkrankt. Von Emaús Amor e Justica in Fortaleza - dieses Projekt hat unsere Brasilien-Cooperative vor 25 Jahren mit aufgebaut - ist der Sohn der Vorsitzenden in der letzten Woche an Covid verstorben. Solange die Arbeit in den Sozialprojekten ruht, helfen wir unseren Partnern vor Ort zu überleben. Außerdem werden wir die Verteilung von Hilfspakten für die bedürftigen Bewohner der Favela Novos Alagados wieder aufnehmen. 

Corona führt uns die zunehmende Ungleichheit und Ungerechtigkeit dieser Welt immer deutlicher vor Augen. Der ärmere Teil der Menschheit ist durch Corona doppelt benachteiligt, weil er sich nicht richtig vor dem Virus schützen kann und wirschaftlich ungleich härter getroffen wird. Viele haben ihre Beschäftigung verloren und kaum Reserven, um monatelang ihre Familien durchzubringen. Es wird Jahrzehnte dauern, bis diese Menschen wieder dort ankommen, wo sie vor der Pandemie waren. Die 1.000 reichsten Menschen hingegen hatten einer OXFAM-Studie zufolge schon nach nur neun Monaten ihre coronabedingten Verluste wieder wettgemacht. 

27.02.2021

 

Ein Jahr ist es jetzt her, seit der erste Corona-Fall in Brasilien bestätigt wurde. Seit dem sind mehr als 250.000 Menschen an Covid-19 verstorben. Die erste Welle erreichte ihren Höchststand im Juli des vergangenen Jahres. Die zweite Welle wird weitaus dramatischer verlaufen. Die Zahl der Toten pro Tag hat in den letzten 36 Tagen die Tausend nicht mehr unterschritten. 

 

Von April bis August letzten Jahres gab es den sogenannten "auxílio", eine monatliche Hilfszahlung in Höhe von umgerechnet etwa 100 Euro. Von September bis Dezember wurde diese Zahlung halbiert. Etwa 68 Millionen Brasilianier haben diese Hilfe bekommen, das entspricht 40% der Bevölkerung. Für die Beantragung dieser Unterstützung musste man sich digital registrieren. Viele der wirklich Bedürftigen in den Favelas sind hieran gescheitert.

 

Nachdem die erste Welle abebbte, schien Brasilien gut durch die Krise zu kommen. Die Armut erreichte im letzten Jahr einen historischen Tiefstwert, seit der zweiten Welle steigt die Zahl der Armen aber rasant an. Nach Berechnungen des brasilianischen Ökonomen Daniel Duque galten im Januar 25 bis 30% der Bevölkerung als arm. Als arm gilt, wer sich den Mindestbedarf seiner Basisversorgung nicht mehr leisten kann. Der Anteil der extremen Armut stieg im Januar sogar auf 10 bis 15% (in 2020 waren es 2,3%), d.h. zwischen 21 und 31 Mio. der Menschen in Brasilien müssen heute von weniger als 25 Euro im Monat leben. Auf neue Hilfszahlungen hat der Kongress sich bis heute nicht geeinigt.

 

Auch unsere Projektpartner in Novos Alagados sind betroffen. Die sozialen Einrichtungen sind seit dem lockdown im letzten Jahr geschlossen. Der Bazar mit dem Second-Hand-Verkauf, der die sozialen Einrichtungen mit finanziert, läuft sehr schleppend. Und zu allem Überfluss hat sich am Wochenende noch einer aus dem Team angesteckt, so daß jetzt alle Mitarbeiter für 10 Tage in Quarantäne gehen.

Aktueller Stand (30.12.2020) zum Thema Corona und Impfungen in Brasilien 

 

Kein Thema hat die Menchen in 2020 weltweit mehr bewegt und besorgt als Corona. Die USA und Brasilien führen auch zum Jahresende die internationale Statistik mit an Covid-19 Verstorbenen an. Und es ist kein Zufall, dass in beiden Ländern Präsidenten an der Macht sind, die die Gefahr der Pandemie geleugnet und wertvolle Zeit für Gegenmaßnahmen verstreichen lassen haben. Während der amerikanische Präsident inzwischen abgewählt ist, wird Brasilien wohl noch zwei weitere Jahre von Bolsonaro regiert. Und das in einer Zeit, in der sich das Land, obwohl es Sommer ist, mitten in einer zweiten Welle befindet.

 

Brasilien ist wie Deutschland eine föderale Republik. Die Maßnahmen gegen Corona sind Sache der 27 Bundesländer, die teilweise sehr schnell und umsichtig reagiert haben. Die Bundesregierung hat zwar einen nationalen Plan erarbeitet, nach der Impfungen über die allgemein zugängliche Basis-Gesundheitsversorgung SUS vorgenommen werden sollen. Aber zuvor müssen die Impfstoffe erst beschafft werden. Und hier sind die Bundesländer ganz auf sich alleine gestellt. Bislang hat sich nur São Paulo durch Teilnahme an einer Impfstudie ca. 10 Millionen Impfdosen der chinesischen Firma Sinovac gesichert. Das würde nicht einmal für 5% der gesamten Bevölkerung reichen. Und über die Weihnachtstage hat sich zusätzlich noch herausgestellt, dass der chinesische Impfstoff die geforderte Wirksamkeit von 90% nicht erreicht.

 

Die OECD hatte schon Mitte Dezember den Egoismus der reichen Länder beim Einkauf der Impfstoffe kritisiert. "Warum denken wir nicht an die fünf Milliarden Menschen in ärmeren Ländern", fragte der OECD-Generalsekretär Angel Gurría damals. In diesem Wettlauf ist Brasilien mit einem Präsidenten, der die Pandemie nie ernst genommen hat, hoffnungslos unterlegen. Weltweit hat Corona die Ungleichheit schon vergrößert, bei den Impfungen wird sich genau das weiter fortsetzen.

 

Fragt man unsere Projektparter von Emaús und die Menschen, die in den Sozialprojekten in Novos Alagados arbeiten, lautet die desillusionierte Antwort: "Wir sind sicher die allerletzten, die geimpft werden." Aber dieser Beitrag soll im Hinblick auf das beginnende Neue Jahr nicht zu negativ enden. Deshalb möchte ich am Schluß noch anmerken, dass die Pandemie zu einer größeren Solidarität geführt hat. Viele Menschen in der Favela helfen einander mehr denn je. Man schaut nach Kranken, macht für ältere Menschen die Einkäufe, hilft sich gegenseitig bei der Kinderbetreuung und vieles andere mehr. Und unsere Brasilien-Cooperative konnte dank der großen Spendenbereitschaft einige Tausend Familien mit Lebensmittel-Hilfspaketen (cestas básicas) unterstützen. Hierfür möchten wir uns an dieser Stelle auch im Namen all' derjenigen bedanken, die diese Hilfspakete erhalten haben. Wir haben hiermit Existenzen und Leben gerettet. Und wir werden unsere Arbeit in 2021 weiter fortsetzen. 

Salvador, Bernd Kemper

Ein Frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 2021 

Weihnachtsbrief mit Rückblick auf das Jahr 2020
Weihnachtsbrief_2020_lr.pdf
PDF-Dokument [3.3 MB]

Am 24. November schrieb uns Bernardo Rosemeyer, Gründer und Leiter des Pequeno Nazareno:

 

Hallo Bernd!

Es war nicht zu schaffen, die Kinder und uns Erwachsene vor Corona zu schützen. Und dabei hatte ich mich wirklich angestrengt. Zum Beispiel wurde es den Kindern anfangs nicht mehr ermöglicht, Besuche von ihren Eltern zu bekommen. Wir setzten auf Telefonate und Videokonferenzen und auf alles, was einem halt so empfohlen wird: Masken, Abstand halten, Hände waschen etc. (hier klicken und weiterlesen) 

Zahl der Neuinfektionen (Zeitachse in 5-Tages-Abständen)

Brasilien steht noch immer auf einem traurigen Spitzenplatz in der Corona-Statistik: Stand 19. November sind über 167.000 Menschen an Covid 19 verstorben. Nur in den USA sind es mit über 250.000 Toten mehr. Eigentlich hatte sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den letzten Monaten deutlich verringert, jetzt aber steigen die Zahlen wieder an. Es deutet einiges darauf hin, dass sich das Land mittlerweile in einer zweiten Welle befindet. Die Mortalität - das ist das Verhältnis der Covid 19 bedingten Todesfälle zur Gesamtzahl der Bevölkerung - ist mit 79,7 je 100.000 Einwohner in Brasilien etwa 5 mal höher als in Deutschland. Die Letalität, also die Todesfälle im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Infizierten, ist hingegen geringer als in Deutschland. Das liegt vor allem an dem geringeren Durchschnittsalter der brasilianischen Bevölkerung. Da die staatliche Förderung (das sog. auxílio) im Dezember wegfällt, haben wir unsere Hilfskampagne jetzt wieder aufgenommen. Seit letzter Woche werden wieder Lebensmittel- und Hygienepakete an über 1.200 der bedürftigsten Menschen in Novos Alagados verteilt. Hier geht es zu den aktuellen Bildern...... 

Die Zahlen der Neuansteckungen in Bahia waren in den letzten Wochen rückläufig. Aber gestern schrieb uns Jerri von Emaús: "Wir dachten die Situation würde sich langsam entspannen, aber die Zahlen der positiv auf Covid-19 getesteten Menschen steigt wieder. Und jetzt sind es vor allem die Kinder, die sich anstecken. Die Zunahme der Ansteckungsrate ist erschreckend. In nur 15 Tagen (vom 1. bis 15. Oktober) ist die Auslastung der Intensivbetten für Kinder von 43 auf 81% gestiegen. Und das obwohl die Schulen alle noch geschlossen sind."

Der Cluberé - das Zentrum für Kinder und Jugendliche in Novos Alagados - läuft im Notbetrieb, d.h. es findet kein Unterricht wie üblich statt, sondern es werden nur die Kinder betreut, die zur Zeit keine anderen Möglichkeiten haben. Unsere Hilfskapagne Cesta Báscia wird in den kommenden Wochen fortgesetzt.

Gestern, am 13. September wurden in Brasilien 415 Corona-Tote registriert. Die Zahl der Neu-Infektionen stieg am selben Tag auf über 14.700 an. Uruguay komt vergleichsweise sehr gut durch die Krise. Auch wenn beide Länder von der Größe und Bevölkerung her kaum unterschiedlicher sein können, so gibt es dennoch interessante Parameter, die erklären warum Uruguay vergleichsweise gut durch die Krise kommt. Es gibt dort fast keine Elendsviertel, die Einkommensunterschiede sind sehr gering und das Gesundheitssystem ist extrem gut ausgebaut.  https://www.tagesschau.de/ausland/uruguay-coronakrise-pandemie-101.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE  

 

Im April hatte die Halterner Brasilien Cooperative ihre Hilfsaktion Cesta Básica mit Basispaketen für die Favela Novos Alagados begonnen. In der vergangenen Woche wurde einer erneute Verteilaktion gestartet.

„Für viele Familien war und ist diese Hilfe überlebenswichtig. Es ist schockierend zu sehen, dass die Armen keinerlei Rücklagen haben. Deshalb trifft sie die Pandemie und der damit verbundene Lockdown besonders hart. Es gab zwar staatliche Hilfen in Höhe von 600 Reais (etwa 100 Euro), die drei Monate lang von Mai bis Juli gewährt wurden. Aber viele sind an der Bürokratie gescheitert und haben von diesem Geld nichts gesehen“, schreibt Bernd Kemper von der Cooperative. „Die Menschen sind unglaublich dankbar für unsere Unterstützung. Die Verteilung wird von unseren Projektpartnern von Emaús und den Mitarbeitern ihrer sozialen Einrichtungen organisiert.“

 

Zahl der Corona-Infizierten steigt ungebremst

In persönlichen Begegnungen erzählen die Menschen den Helfern ergreifende Geschichten. Weiter zum Artikel ...... 

Anzahl positiv getesteter Coronafälle in Brasilien

Aktuelles zur Corona-Krise:

 

In Brasilien sind es Stand 08.08.20 mittlerweile kumuliert über 3 Mio. Menschen, die sich mit Corona infiziert haben, über 100.000 Menschen sind laut offizieller Statistik an Covid-19 gestorben.

 

Die höchste Sterblichkeitsrate weisen die Bundesstaaten im Norden (66,9 je 100.000 Einwohner) und im Nordosten (53,6 je 100.000 Einwohner) auf. Das heißt, es sterben dort am meisten Menschen, wo die Gesundheitsversorgung am schlechtesten ist. 

 

Es gibt staatliche Hilfen, zum Beispiel stehen bedürftigen Familien 600 Reais im Monat zu, das sind ca. 100 Euro, die zunächst befristet bis August von der Banco do Brasil oder der Caixa Economica ausgezahlt werden. Die Bewohner in den Favelas scheitern aber oft an bürokratischen Hürden. So dürfen bspw. die Steuernummern nicht abgelaufen sein, Arbeitslosigkeit muss nachgewiesen werden, und anderes mehr. Es ist schwer zu sagen, wieviele Menschen es tatsächlich schaffen, diese Mittel zu bekommen. Vermutlich sind es weniger als die Hälfte.

 

Unsere Hilfskampagne in der Favela Novos Alagados läuft weiter, mehr Infos hierzu hier ....... 

Artikel von Bernardo Rosemeyer (O Pequeno Nazareno), den er am 4.08. für die Münsterländische Zeitung geschrieben hat
Bernardo Rosemeyer.pdf
PDF-Dokument [41.7 KB]

Frei Betto, Dominikanerpater und einer der wichtigsten Befreiungstheologen Lateinamerikas, hat die Politik Bolsonaros in einem offenen Brief vom 17. Juli scharf kritisiert. Dieser Brief liegt nun in einer übersetzten Form von Frau Dr. Meurer vor. 

Liebe Freunde und Freundinnen: In Brasilien ereignet sich ein Genozid, ein Völkermord! Jetzt, da ich Ihnen schreibe, am 16. Juli, hat das Covid-19 seit Februar dieses Jahres schon 76.000 Personen getötet. Fast 2 Millionen sind infiziert. Bis Sonntag, den 19. Juli, werden wir 80.000 Todesopfer beklagen. Es ist möglich, dass es, wenn Sie den dramatischen Appell lesen, schon 100.000 sind. Hier weiter .......

Auf einer öffentlich gewordenen Kabinettssitzung hat Umweltminister Salles angeregt, die Zeit der Corona-Pandemie zu nutzen, um Umweltauflagen in Amazonien zugunsten von Bergbau und Landwirtschaft zu lockern. Und mit dieser Regierung, die die größte Wirtschaftsmacht der Mercosurstaaten repräsentiert, möchte die EU auch noch ein Handelsabkommen abschließen! Und dabei geht es nicht nur um die Umwelt, sondern auch um die indigene Bevölkerung, die sich aus Angst vor dem Virus immer tiefer in den Regenwald zurückzieht. 

 

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/die-welt-schaut-weg-–-und-brasilien-holzt-ab/ar-BB15dHgi?ocid=spartandhp

Von der Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen gibt es eine Petition, in der an unseren Außenminister Heiko Maas apelliert wird, diese menschenverachtende Politik nicht zu unterstützen und das Mercosur-Handelsabkommen erst dann zu unterzeichnen, wenn indigene Rechte und Umweltschutz respektiert werden: https://www.gfbv.de/de/aktiv-werden/kampagnen-petitionen/durch-corona-noch-mehr-gefaehrdet-brasiliens-indigene-voelker-brauchen-uns-jetzt/

 

Unsere Hilfsaktion Cesta Báscia läuft nicht nur weiter, unsere Projektpartner helfen mittlerweile auch in anderen Favelas mit Lebensmittel- und Hygienepaketen, um die schlimmste Not zu lindern. Hier geht's weiter ....

Von unserem Projektpartner Bernardo Rosemeyer (O Pequeno Nazareno), der in Fortaleza, Recife und Manaus tätig ist, erreichte uns kürzlich dieser Brief mit erschreckenden Nachrichten:

Brief Bernardo Mai 2020.pdf
PDF-Dokument [62.5 KB]

Ende Februar hatten wir unsere letzte Jahreshauptversammlung, bei der auch Walter Ulbrich, der Gründer der Puchheimer Brasiliengruppe Campo Limpo zu Gast war. Mit dieser Gruppe gibt es gleich mehrere Gemeinsam-keiten, unter anderem auch schon seit vielen Jahren in der Projektarbeit vor Ort. Es war ein sehr produktives Treffen und es kamen viele neue Ideen für unsere Arbeit in 2020 auf.

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Emaús Novos Alagados

Nicht alles, was die Ober- und Mittelschicht wegwirft, ist wirklich Müll. Viele Dinge lassen sich reparieren und recyceln. Genau hier setzt Emaús an: Viele brauchbare Dinge wie Kleidung, Möbel, Haushaltswaren und Elektro-geräte werden in eigenen Werkstätten repariert bzw. instand gesetzt und als Secondhand-Waren in der Favela verkauft. Bitte hier weiterlesen ..........

 

Zudem gibt es einen neuen Flyer (siehe nachfolgende pdf-Datei)

Jugendzentrum Cluberê

Seit dem Jahre 2011 fördern wir das Jugendzentrum Cluberê in Novos Alagados. Hier werden Sport-, Tanz-, Musik- und Capoeira-Unter-richt angeboten. Außerdem gibt es eine Hausaufgaben-betreuung und Nachhilfeunter-richt. In der Favela sind oft beide Elternteile darauf ange-wiesen, den Familienunterhalt zusammen zu bekommen. Deshalb ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen sich auch außerhalb der Schulzeit sinnvoll und kreativ zu beschäftigen. Hier weiter lesen .....

Strassenkinder Pequeno Nazareno 

Bernardo Rosemeyer setzt sich seit über 35 Jahren für Strassenkinder in Brasilien ein. Sein Ansatz geht weit über die urspüngliche Arbeit in den drei Kinderdörfern hinaus: mit seinem Team hilft er nicht nur Strassenkindern, sondern auch vielen sozial benachteiligten Familien. Ab April 2020 beginnt nun ein neuer Abschnitt für den Pequeno Nazareno: in einer Favela nahe des Hafens von Fortaleza wird ein neues Projekt in Angriff genommen. Hier geht's weiter...........

 

 

Flyer-Emaús.pdf
PDF-Dokument [3.5 MB]

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