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O Pequeno Nazareno
Schon vor etwa 20 Jahren kümmerte sich Bernd Rosemeyer als „Streetworker“ in der Millionenstadt Fortaleza um das Schicksal der so genannten Straßenkinder. Er verbrachte viel Zeit mit ihnen, tagsüber und auch nachts. Während dieser Zeit reifte sein Entschluss, mehr für diese von der Gesellschaft ausgestoßenen Kinder zu tun.
1995 konnte er aufgrund einer größeren Spende aus Italien ein größeres Grundstück in der Nähe von Fortaleza kaufen. Der Grundstein für die Arbeit von „O Pequeno Nazareno“ war damit gelegt. Nach und nach wurden dort 6 Häuser, 4 Schulen, eine kleine Bibliothek und 2 Werkstätten gebaut. Außerdem gibt es einen See und einen Sportplatz. Heute haben dort etwa 75 Straßenkinder ein neues Zuhause gefunden. Sie besuchen in den ersten Jahren die projekteigenen Schulen, nach 4 Jahren gehen sie auf staatliche Schulen und erlernen später einen Beruf.
Neben diesem Nazarenerdorf wurde vor wenigen Jahren ein weiteres in Recife gegründet. Dort leben inzwischen 35 Straßenkinder.
Sein großes Ziel aber lautet: „Es darf in naher Zukunft überhaupt keine Straßenkinder mehr in Brasilien geben!“ Um dies zu erreichen, hat „O Pequeno Nazareno“ eine nationale Kampagne ins Leben gerufen, an der sich alle Gruppen in Brasilien beteiligen sollen, die mit Straßenkindern arbeiten. Dieser überregionale Ansatz einer gemeinsamen Koordinierung und Zusammenführung aller Aktivitäten wird auch von Misereor unterstützt. |