Recyclingprojekt "Emaús"
Im Jahre 1994 brachte der Rechtsanwalt Dr. Airton Barreto die Emaúsbewegung nach Fortaleza (Bundesland Ceará). Die Idee von „Emaús" ist es, durch Sammlung von Altmaterialien und durch den Verkauf von Second-Hand-Ware die Möglichkeit zu schaffen, Einkommen zu erwirtschaften. Sie geht zurück auf den französischen Dominikanerpater Abbé Pierre, der nach dem zweiten Weltkrieg mit Obdachlosen Lumpen sammelte.
Heute ist Emaús eine weltweit tätige Organistation, die in über 50 Ländern der Welt aktiv ist. In Brasilien gibt es Emaús in 10 verschiedenen Städten, allein in Fortaleza sind es drei Emaúsgruppen. In den besser situierten Stadtvierteln werden gebrauchsfähige Gegenstände wie bspw. Kleidung, Schuhe, Haushaltsgeräte, Fernseher, Radios, Fahrräder, Möbel eingesammelt. Diese Sachen werden in eigenen Werkstätten repariert und ausgebessert, und danach an die Bewohner von Pirambú verkauft.
Alle drei Emaúsgruppen sind in Pirambú angesiedelt, mit 250.000 Familien das größte Elendsviertel in Fortaleza. Viele Menschen hier sind ohne Arbeit, die Kaufkraft ist extrem gering. Emaús ist wie geschaffen für Pirambú, denn die Second-Hand-Ware wird günstig verkauft. Zusammengenommen sind heute 100 Menschen in den Emaús-Bewegungen in Fortaleza beschäftigt und können mit ihrer Arbeit ihre Familien ernähren.